Wir verpflichten uns, eine strategische Rolle bei der Stadtentwicklung im Hinblick auf ökologische, soziale, wirtschaftliche, gesundheitliche und kulturelle Aspekte und zum Nutzen aller zu übernehmen.

Aalborg Commitments, 2006

Die Lokale Agenda 21 Wien folgt dem Leitbild einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Sie bietet den WienerInnen verschiedene Möglichkeiten, ihren Bezirk und ihr Grätzl lebenswerter zu gestalten und über kleine und größere Veränderungen mit zu entscheiden. In diesen drei Bereichen sind wir aktuell tätig:

LA21 im Bezirk

Die Lokale Agenda 21 Wien ist ein Programm zur Beteiligung von BürgerInnen an der nachhaltigen Stadtentwicklung.

Grätzloase

Mit diesem Programm setzen wir gemeinsam mit BürgerInnen Aktionen   in ganz Wien um und verwandeln den Freiraum in unserer Stadt!

ELLA

Der Projektwettbewerb für Beteiligung und Nachhaltigkeit unterstützte von 2013 bis 2016 fünf Projekte in verschiedenen Wiener Stadtteilen.

WIE KOMMT ES ZU EINEM LA21
PROZESS IM BEZIRK?

Grundlage für einen Lokalen Agenda 21 Prozess auf Bezirksebene ist ein mehrheitlicher Beschluss der Bezirksvertretung. Dieser Beschluss zeigt den Willen des Bezirks, einen LA21 Prozess zu finanzieren und durchzuführen und enthält eine inhaltliche Begründung. Aktuell laufen LA21 Prozesse in acht Wiener Bezirken.

 

Ein LA21-Prozess auf Bezirksebene dauert in der Regel vier Jahre. Pro Jahr stehen ca. 100.000 Euro zur Verfügung. Die Summe wird zu je 50% vom jeweiligen Bezirk und der Stadt Wien bereit gestellt. Dieses Modell basiert auf einem Gemeinderatsbeschluss und garantiert, dass bis 2018 jährlich ein neuer Bezirk mit einem LA21-Prozess starten kann.

 

Die Finanzierung ermöglicht eine professionelle Gestaltung der Zusammenarbeit von BürgerInnen, Bezirksvertretung und Stadtverwaltung. Diese wird von einem Agendabüro übernommen und umfasst folgende Aufgaben:

  • Mobilisierung von BürgerInnen zur Teilnahme an der LA21
  • Gestaltung verschiedener Beteiligungsformate
  • Koordinierung der Zusammenarbeit von Bezirksvertretung und BürgerInnen
  • Unterstützung bei der Projektumsetzung in organisatorischer und inhaltlicher Hinsicht
  • Vermittlung von notwendigen Kontakten zur Stadtverwaltung
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Abstimmung mit dem Verein LA21 Wien

 

Projekte, die aus dem LA21-Prozess entstehen z.B. Maßnahmen zur Gestaltung im öffentlichen Raum, werden aus dem dafür vorgesehenen Budgetbereich - je nach Zuständigkeit - des Bezirks oder der Stadt Wien finanziert. Die Agendabüros werden mittels EU-weiter Ausschreibung durch den Verein LA21 Wien an professionelle Unternehmen vergeben.

WIE LÄUFT DIE LA21
IM BEZIRK AB?

Die wesentlich Handelnden sind engagierte BürgerInnen, Bezirks-politikerInnen und das Agendabüro. Ziel ist, in einem Dialog auf gleicher Augenhöhe gemeinsam Projekte für mehr Lebensqualität zu entwickeln und umzusetzen.

Agendabüro

Der Begriff Agendabüro steht für MitarbeiterInnen von professionellen Unternehmen, die die gesamte Koordinierung des Agendaprozesses in Abstimmung mit der Bezirksvorstehung übernehmen. Dies beinhaltet alle Aufgaben von der Aktivierung von BürgerInnen bis hin zur Begleitung der Projekte von der Planung bis zur Umsetzung. 

 

Sie bieten konkrete Unterstützung bei Moderation, fachliche Beratung, Organisation von Kontakten, Gestaltung der Kommunikation, Information und Öffentlichkeitsarbeit, etc. Weiters sind sie für die Abstimmung mit dem Verein LA21 Wien verantwortlich. In eingen Agenda-Bezirken gibt es auch ein Agendabüro im Sinne einer Anlaufstelle vor Ort.

BürgerInnen

Zumeist bilden BürgerInnen rund um ein gemeinsames Anliegen eine Agendagruppe, entwickeln ein Projekt und verfolgen es bis zur Umsetzung. Ihre Anliegen reichen von Verbesserungen für RadfahrerInnen und zu Fußgehende, über Umgestaltungen im öffentlichen Raum, Maßnahmen zur Schonung von Ressourcen bis zur Stärkung nachbarschaftlicher Netzwerke, dem Dialog zwischen den Generationen und dem interkulturellen Austausch.

 

Weiters gibt es verschiedene Plattformen und Netzwerke, die sich auf Themen oder Stadtteile beziehen. Hier vernetzen sich BürgerInnen mit VertreterInnen von Organisationen wie Jugendzentren, Gebietsbetreuung, Pfarren, Schulen, VHS und Unternehmen und entwickeln Projekte, die sie gemeinsame umsetzen wollen. Neben dem intensiven persönlichen Austausch gibt es auch verschiedenste digitale Beteiligungsformen, um sich in einen LA21-Prozess einzubringen.

Steuerungsgruppe

In der Steuerungsgruppe findet der angestrebte Dialog auf Augenhöhe zwischen Bezirksvertretung und BürgerInnen statt. Hier wird bei regelmäßigen Sitzungen gemeinsam entschieden, welche Projekte im Rahmen des LA21-Prozesses begleitet werden. Es werden der Planungs- und Umsetzungsstand sowie Ergebnisse von Projekten besprochen und diskutiert, wie die BürgerInnen von Seiten der Politik, Verwaltung oder von fachlichen ExpertInnen unterstützt werden können.

 

Die Steuerungsgruppe setzt sich aus VertreterInnen der BürgerInnen aus den Agendagruppen und allen im Bezirk vertretenen Parteien sowie den relevanten Ausschussvorsitzenden wie etwa Bau, Umwelt und Verkehr zusammen. Den Vorsitz führt die BezirksvorsteherIn. Weitere AkteurInnen aus der Verwaltung oder von lokalen Organisationen können hinzugezogen werden. Die Geschäftsstelle des Vereins LA21 Wien ist ebenfalls Teil dieses Gremiums. Die Vorbereitung und Moderation von Sitzungen übernimmt das Agendabüro.

 

WIE ARBEITEN AGENDABEZIRKE
UND STADT ZUSAMMEN?

Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung zur Umsetzung von Projekten in den Agendabezirken wird direkt von den jeweiligen Agendabüros in Abstimmung mit der Bezirksvertretung organisiert. Für die bezirksübergreifende Koordination der Agendaprozesse ist die Geschäftsstelle des Vereins LA21 Wien zuständig. Sie übernimmt weiters auch Aufgaben zur strategischen Abstimmung mit der Stadt Wien. Für sinnvolle Vernetzung und Austausch wurden darüber hinaus diese zwei Gremien eingerichtet.

Agendaforum

Für den direkten Austausch der inhaltliche Arbeit der Agendabezirke findet zweimal im Jahr ein Agendaforum statt. Zu einem bestimmten Thema treffen sich interessierte BürgerInnen aus den Agendagruppen mit ExpertInnen aus der Stadtverwaltung und weiteren FachexpertInnen. Gemeinsam werden aktuelle Fragen und Problemlagen diskutiert und Lösungswege erörtert. Ziel ist, die so gewonnene Expertise sowohl in die weitere Arbeit der Agendagruppen als auch in jene der zuständigen Abteilungen der Stadt Wien einfliessen zu lassen und darüber hinaus einer weiteren Fachöffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Transfergruppe

In der Transfergruppe findet ein regelmäßiger Austausch zwischen dem Verein LA21 Wien und thematisch relevanten Abteilungen der Stadtverwaltung statt. Hier werden laufende Programme der Stadt vorgestellt und Ergebnisse der Agendarbeit diskutiert. Damit soll eine sinnvolle Abstimmung der Agendaprozesse in den Bezirken und der Stadt Wien gewährleistet werden.

 

 

AKTIONSPROGRAMM GRÄTZLOASE

Der öffentliche Raum gehört uns allen und lädt zum Genießen, Entdecken und Gestalten ein. Mit dem Aktionsprogramm Grätzloase wollen wir zeigen, wie der Platz ums Eck oder direkt vor der Haustüre neu genutzt werden kann. Ob Kultur, Natur, Freizeit oder Erholung – mit einer Vielfalt an Aktionen bringen wir mehr Leben auf die Straße und die Menschen im Grätzl zusammen!

 

Mitmachen können alle Wienerinnen und Wiener, die gemeinsam mit anderen kreative Aktionen im öffentlichen Raum umsetzen wollen. Ihr habt eine gute Idee oder seid schon in einer Gruppe oder einem Verein aktiv? Auch Organisationen, Schulen und lokale Unternehmen sind eingeladen teilzunehmen!

Macht mit und reicht Eure Aktion ein!

 

Hier geht’s zur GRÄTZLOASE-Seite!

 



ELLA WETTBEWERB

Im Jahr 2013 führte die Lokale Agenda 21 Wien den ELLA-Projektwettbewerb durch und rief alle engagierten WienerInnen dazu auf, Ideen für eine nachhaltige Stadtentwicklung einzureichen. Diese fünf Projekt-Ideen wurden als PreisträgerInnen ausgewählt. Sie werden ab sofort bis Ende 2016 von einem Team der Lokalen Agenda 21 Wien bei der weiteren Umsetzung unterstützt.

hier geht´s zur ELLA-Seite!


ZUKUNFTS-ELLA

LEBENSWERTES MATZNERVIERTEL

Die Goldschlagstraße im Bereich Missindorfstraße - Matznergasse soll in eine Begegnungszone umgewandelt werden. Diese Maßnahme der Verkehrsberuhigung soll das Gehen und Radfahren fördern, Möglichkeiten für mehr Begrünung schaffen und Nutzungen wie nachbarschaftliche Aktivitäten fördern.

www.matznerviertel.at


 

GEMISCHTER SATZ STAMMERSDORF

Das Projekt möchte in Stammersdorf die Potenziale der Vielfalt und Gegensätze aktivieren, Raum für Begegnung und Austausch schaffen, gegenseitiges Lernen ermöglichen und eine gemeinsame Identität für alle StammersdorferInnen wachsen lassen.


 

PFLANZEN AUF RÄDERN

Nach dem Motto "Mehr Glück für alle statt Wettlokale" sollen zur Belebung und Begrünung des Siebenbrunnenplatzes mobile Pflanzenboxen aus wiederverwertetem Material aufgestellt werden.

Republik Reinprechtsdorf


 

RECYCLING-KOSMOS OTTAKRINGERSTRASSE

Recycling-Kosmos Ottakringer Straße ist eine Initiative von AnrainerInnen zur Neu-Nutzung der zum Teil brach liegenden Erdgeschoßzone. Die Ottakringer Straße soll zur Straße für Reparatur, In-Stand Setzung und Recycling werden.

www.recyclingkosmos.at


 

WIR SIND 12!

Ein Zusammenschluss von BürgerInnen mit dem Ziel Meidling noch lebenswerter zu gestalten. Der Fokus liegt auf dem Meidlinger Markt, der Vernetzung von BürgerInnen, Gewerbetreibenden und PolitikerInnen sowie der vielfältigen Nutzung des öffentlichen Raumes.

www.wirsind12.at


 

 

ERFOLGS-ELLA

KAESCH - NETZWERK FÜR NACHBARSCHAFTSHILFE

KRONGARTEN

ZU FUSS UND MIT DEM RAD UNTERWEGS