WiedenBuch

Schauen Sie vorbei, stellen Sie nicht mehr gebrauchte Bücher hinein, nehmen Sie sich das eine oder andere Buch heraus, schmökern Sie und nehmen Sie es mit nach Hause – so leisten Sie einen Beitrag zur Ressourcen-Schonung – teilen ist besser als immer alles neu zu kaufen!

 

Dieses Agenda-Projekt hat eine lange Vorgeschichte – entstanden ist die Idee im Zuge der Umgestaltung des Südtiroler Platzes. Das Kooperationsprojekt „Buntes Leben am Südtiroler-Platz“ überlegte, wie dieser Platz in seinem neuen Gewand ein lebendiger bunter Ort werden kann. Eine Idee war der offene Bücherschrank – ein guter Anlass den Platz aufzusuchen, dort zu verweilen und vielleicht auch mit anderen Lese-Begeisterten ins Gespräch kommen!

 

Kurz vor Weihnachten 2020 war es dann endlich soweit und das WiedenBuch konnte mit der Hilfe der MA 28 – Straßenbau aufgestellt werden. Aber zum Gelingen dieses Projektes haben viele Menschen beigetragen – ihnen allen gilt unser Dank!

 

WiedenBuch – Making of

Stelldichein

Am Anfang war das Stelldichein – ein Kunstwerk für den öffentlichen Raum, das in einer Lehrveranstaltung der TU Wien entstanden ist. In Zusammenarbeit mit der Agenda-Gruppe „Begegnung im Freihausviertel“ erarbeiteten Student*innen verschiedene Stadtmöbel aus Leichtbeton mit Bezug zum 4. Bezirk. Das Stelldichein gefiel dem damaligen Bezirksvorsteher Leo Plasch so gut, dass er es am Kühnplatz aufstellen ließ. Das Stelldichein ist ein „Regal“, das das Straßennetz der Wieden abbildet.

 

Offener Bücherschrank für den Südtiroler Platz

Als die Diskussion über einen offenen Bücherschrank begann, setzte sich die Agenda-Gruppe „Begegnung im Freihausviertel“ dafür ein, dass das Konzept des Stelldicheins aufgegriffen wird. An mehreren Orten im Bezirk aufgestellt, könnte es zu einer Art Wahrzeichen der Wieden werden. Die Planung wurde leicht adaptiert – ein paar Straßenzüge herausgenommen, damit gut Platz für Bücher ist und das Ganze vorne und hinten mit Wetterschutz versehen und fertig war die Idee für das WiedenBuch. Die Agenda-Gruppe „KAESCH auf der Wieden“ suchte bei der Bezirkskulturförderung an und bekam die nötige finanzielle Unterstützung um das WiedenBuch zu realisieren.

 

Berechnungen, Bewilligungen und viel Hand-Arbeit

Aber so einfach ist es nicht, im öffentlichen Raum etwas aufzustellen. Es mussten statische Berechnungen angestellt und um Bewilligung bei verschiedenen Magistratsabteilungen angesucht werden. Aber um das WiedenBuch Realität werden zu lassen, bedurfte es viele viele Arbeitsstunden von Agenda-Aktivist*innen – ohne dieses freiwillige Engagement wäre die Umsetzung nicht bezahlbar gewesen!

 

Hier ein kurzer Einblick in den Entstehungsprozess:

  • Plan in Originalgröße auf einen Styropor-Würfel übertragen
  • die Hohlräume (Baublöcke) aus dem Styropor ausschneiden
  • diese Styroporblöcke in Plastikfolie einpacken und in einem Holzrahmen platzieren, so dass die Straßenzüge frei bleiben
  • Beton mischen
  • die Zwischenräume mit Beton ausfüllen
  • Beton trocknen lassen
  • Styropor aus dem Beton meißeln
  • das WiedenBuch aufrichten und die Türen montieren
  • mit dem Hebekran auf einen LKW laden und am Südtiroler-Platz aufstellen

Ein großes Dankeschön gilt hier auch der TU, die ihre Räumlichkeiten und Maschinen für den Bau des WiedenBuchs zur Verfügung gestellt haben!

 

Schauen Sie am Südtiroler-Platz vorbei – schmökern Sie, bringen Sie Bücher mit – genießen Sie den Platz!



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