23.01.2019 / LA 21

Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Bei der 70. Generalversammlung der Vereinten Nationen im September 2015 in New York wurde die 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung von allen 195 Mitgliedsstaaten verabschiedet. Angesichts der Spannungen und Differenzen wurde dieser kaum für möglich gehaltene Meilenstein von der internationalen Staatengemeinschaft beschlossen.

 

Die Agenda 2030 ruft alle Industrie- und Entwicklungsländer zum Handeln auf, bis 2030 die Armut zu beenden, Menschenrechte zu wahren, Ungleichheiten anzusprechen und den Klimawandel anzugehen. 

 

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung mit ihren 169 Unterzielen (Targets) sind das Herzstück der Agenda 2030, die soziale, ökonomische und ökologische Aspekte umfassen und nichts Geringeres als die „Neugestaltung unserer Welt“ zum Ziel haben. Die Nachhaltigkeitsziele setzen neue universelle Standards, die dafür sorgen, dass eine friedliche, sozial-gerechte, inklusive Welt, in der natürliche Ressourcen nachhaltig genutzt werden, nicht nur eine ambitionierte Vision der Weltgemeinschaft bleibt.

 

Die erste globale Entwicklungsagenda

 

Die Universalität der Agenda besteht darin, dass alle Ziele für alle Länder gelten. So gesehen liegt die Verantwortung für die Umsetzung der Ziele sowohl bei einzelnen Ländern als auch bei der internationalen Staatengemeinschaft. 

 

Die Weltgemeinschaft hat erkannt, dass verschiedene Probleme überall und gleichzeitig angegangen werden müssen. Die Lösung eines Problems kann auch zur Erfüllung mehrerer Ziele beitragen oder auch umgekehrt die Erfüllung eines anderen Ziels beeinträchtigen, da wechselseitige Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Zielen bestehen.

 

Dabei ist eine Zusammenarbeit auf allen Ebenen für den Erfolg einer nachhaltigen Entwicklung zentral. Die Agenda 2030 richtet sich aber nicht allein an Regierungen. Staatliche, föderale und zivilgesellschaftliche Akteure, der Privatsektor sowie Bildungseinrichtungen bis hin zum einzelnen Individuum müssen Anstrengungen leisten, um gemeinsame Fortschritte zu erreichen. 

 

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung mit ihren 169 Unterzielen sollen global bis 2030 erreicht werden. Das heißt, dass alle Menschen gleichermaßen gefordert sind, die drängenden Herausforderungen der Welt gemeinsam zu lösen.

 

Weiterführende Quellen:

 

Resolution der Generalversammlung: Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung „Transformation unserer Welt“

 

http://www.un.org/Depts/german/gv-70/band1/ar70001.pdf