02.02.2018 / Agenda Liesing

Menschenrechte und Pressefreiheit in der Türkei

Herr Tunc berichtete an Hand von Folien mit zahlreichen Statistiken über den Ausnahmezustand in der Türkei.

Unter anderem seien 150 000 Menschen in Untersuchungshaft, die wirtschaftliche Situation verschlechtere sich. AkademikerInnen würden verhaftet, BürgermeisterInnen, PolitikerInnen, die gewählt wurden, werden einfach abgesetzt und auch verhaftet. Die Bevölkerung könne ihre Grundbedürfnisse kaum decken, die Inflation steige im Gegensatz zu den Löhnen. Kritische Nachrichtenkanäle, TV-Kanäle, Zeitungen mussten den Betrieb einstellen, Theaterstücke, die am AKP-Regime Kritik üben, dürfen nicht aufgeführt werden, Gewalt an Frauen sei im Steigen begriffen.
Demonstrationen seien verboten, ebenso würden Aktivitäten in den Sozialen Medien verfolgt.

In der anschließenden Diskussion wurde u.a. das Verhalten der österreichischen Außenministerin problematisiert, da diese bei ihrem Staatsbesuch die Angriffe auf die Menschenrechte von Seiten der AKP-Regierung nicht thematisierte.

Von mehreren Seiten kam im Anschluss an den Vortrag der Wunsch nach weiteren Veranstaltungen, in denen es um Solidarität mit Opfern von autoritären Regierungen in der Gegenwart geht.

Autorin, Eva Schmidt (Agendagruppe Steine der Erinnerung in Liesing)

Agendagruppe
Steine der Erinnerung