12.02.2018 / Agenda Währing

Ideenraum Währing

Währings Freiräume neu denken: dieses Ziel hatten 15 Studierende der Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur im vergangenen Wintersemester. In einer Kooperation der Agenda Währing mit dem Institut für Landschaftsarchitektur an der Universität für Bodenkultur (BOKU) entstanden Entwürfe zu verschiedenen Freiraumsituationen in Währing.

 

Für ihre Projekte konnten die Studierenden aus verschiedenen Orten wählen:

 

  • Anton-Baumann-Park
  • Nepomuk-Vogl-Platz und Kutschkermarkt
  • Staudgasse vor NMS und PTS18
  • Lacknergasse vor Vienna Elementary School
  • Marie-Ebner-Eschenbach-Park

 

Das Besondere am Entwurfsprozess war die Einbindung der Agenda Währing: Die Agendagruppen nahmen in Form von Einzelgesprächen, Begehungen und Zwischenpräsentationen am Prozess teil und konnten so ihre lokale Expertise einfließen lassen.

 

Im Sitzungssaal der Bezirksvorstehung Währing präsentierten die Studierenden am 30.1.2018 vor Bezirkspolitik interessierten WähringerInnen und Aktiven aus den Agendagruppen schließlich ihre Entwürfe. Neben Postern mit Visualisierungen lockten besonders die detailreichen handgefertigten Modelle ein, näher zu kommen und die neukonzipierten Freiräume aus Vogelperspektive zu betrachten. Manche Entwürfe waren näher an der Realität, andere sehr visionär. Dadurch entstanden angeregte Diskussionen über die Orte und über jene Ansätze der Entwürfe, die den WähringerInnen wichtig sind:

 

Bei den Entwürfen zum Kutschkermarkt beispielsweise gefiel die Öffnung des Platzes vor der Kirche hin zur Währinger Straße. Auch die optische Erweiterung durch einen einheitlichen Bodenbelag über die Währinger Straße hinaus Richtung Gentzgasse stieß auf positive Resonanz, entspricht sie doch der Geschichte des Marktes. Einig waren sich die Anwesenden auch bei zwei weiteren Punkten zum Kutschkermarkt: das runde Mauerelement durch eine offenere Struktur an der Währinger Straße zu ersetzen und Flächen zu erhalten, auf denen konsumfreier Aufenthalt möglich ist.

 

Der Entwurfsgedanke, die Staudgasse zu einem verbindenden Ort umzugestalten, an dem verschiedene Zielgruppen zusammentreffen bzw. diesen zeitversetzt nutzen können, wurde sehr positiv aufgenommen. Besonders die Nutzung der Gasse durch die Schule und den Kindergarten zu Betreuungszeiten und durch Jugendliche in den Abendstunden und am Wochenende war ein Ansatz, der den Anwesenden gefiel und der eifrig diskutiert wurde. Für Jugendliche könnte hier temporär ein hochwertiger gut angenommener Rückzugsraum entstehen. Auch die Nutzung der Staudgasse als Ort, der für Sport genutzt werden kann (eventuell mit Laufbahn), fand Anklang bei den TeilnehmerInnen der Präsentation.

 

Der Abend brachte eine spannende Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum im dicht verbauten, urban geprägten Teil Währings. Bezirksvorsteherin Mag. Silvia Nossek, Bezirksvorsteherin-Stellvertreter und Vorsitzender des Bauausschusses Ing. Robert Zöchling sowie Bezirksentwicklungskommission-Vorsitzende Dipl.-Ing. Ute Rom nahmen aus den Entwürfen und Diskussionen Anregungen mit, die in zukünftige Planungen einfließen sollen. Vielleicht sehen wir schon bald etwas davon am Kutschkermarkt, Nepomuk-Vogl-Platz oder anderen Orten in Währing!