Gedenken an die Opfer der Shoa

Auf Initiative der Agendagruppe "Steine des Gedenkens" wurde ein Gedenkweg und eine Datenbank für die Opfer der Shoa im 3. Bezirk eingerichtet. 

 

Gedenktafeln und Gedenkweg

Wo religiöse oder kulturelle Institutionen von JudInnen bestanden sowie bei ausgewählten Wohnhäusern wird den Vertriebenen und Ermordeten symbolisch wieder ein Platz in ihrem Heimatbezirk gegeben. Die in die Gehsteige verlegten Schrifttafeln bilden einen Gedenkweg, der die Beraubung, Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung nach 1938 sichtbar macht.

Die erste Gedenktafel wurde am 9. November 2008, also 70 Jahre nach dem Reichspogrom (der so genannten „Kristallnacht“)  vor dem Haus Untere Viaduktgasse 13, angebracht. Hier befand sich die 1870 erbaute Synagoge des Tempelvereins Beth Hachneseth.

 

Die geplanten und installierten Gedenktafeln sind auf der Karte ersichtlich.

 

Der überwiegende Teil der Kosten für die bis jetzt installierten Steine des Gedenkens wurde durch große und kleine private Spenden aufgebracht. Abhängig davon werden laufend neue Gedenksteine installiert und im Rahmen von Veranstaltungen eröffnet.

 

Der Gedenkweg zeigt ausgewählte Orte und Namen, stellvertretend für die ca. 13.300 vertriebenen und ermordeten Jüdinnen u. Juden des 3. Bezirks. Es ist kaum bewusst, dass das Weißgerberviertel (etwa zwischen Urania, dem Radetzkyplatz, der Landstraßer Hauptstraße und der Rotundenbrücke) im 3. Bezirk ein wichtiges jüdisches kulturelles Zentrum und Wohngebiet war.

 

Datenbank

Die Datenbank dokumentiert die Namen, die Wohnadressen und die Schicksale von ca. 13.300 Personen, die während des NS-Faschismus aus rassistischen Gründen aus dem dritten Bezirk vertrieben wurden. Der Leiter des Bezirksmuseums Landstraße, Herr Professor Hauer hat in einer Datenbank die Namen, die Wohnadressen und die Schicksale von ca. 13.300 Personen dokumentiert, die während des NS-Faschismus aus rassistischen Gründen aus dem dritten Bezirk vertrieben wurden. Über diese in Österreich einzigartige Datenbank, welche 2010 entwickelt wurde, haben Interessierte die Möglichkeit Namen und Häuser zu recherchieren.

 

Wollen Sie mitwirken oder haben Sie Interesse an der Unterstützung des Vereins oder einer Spende/Patenschaft, dann melden Sie sich im Agendabüro oder direkt beim Obmann des Vereins “Steine des Gedenkens”:  gerhard.burda@chello.at / www.steinedesgedenkens.at

 

Download

 

Gedenkweg-Liste

Merkblatt für Interessierte

Unterstützungserklärung

 

Kontakt

Agendabüro Landstraße

info@agendalandstrasse.at

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