12.06.2017 /

Agenda macht Schule

Schulworkshop im BRG18

"Innerwähring als Spielbrett!", "Ein kleines Filmfestival in den Währinger Kaffeehäusern!" oder "Der öffentliche Raum als Fitnesscenter": Diese und viele weitere Ideen für den öffentlichen Raum lieferte ein Stadtplanungsprojekt im BRG18.

 

Im Frühjahr 2017 beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler des BRG18 Schopenhauerstraße über drei Monate mit dem öffentlichen Raum in Innerwähring. Dieser Bezirksteil Währings ist sehr urban und liegt zwischen Währinger Gürtel, Gentzgasse, Martinstraße und Schopenhauerstraße. Er hat eine hohe Bebauungsdichte und einen geringen Anteil an Grünflächen.

 

Ziel des Schulprojekts war es, aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen Ideen zu sammeln, wie öffentliche Räume in Innerwähring nutzbar gemacht und zusätzliche Aufenthaltsqualität geschaffen werden könnten. Sabine Gstöttner vom Team der Agenda Währing leitete das Projekt. Die Jugendlichen der 4. Klassen beschäftigten sich mit folgenden Fragen:

 

  • Wie können neue Treffpunkte im öffentlichen Raum entstehen?
  • Welche Aktivitäten steigern die Identität von Innerwähring?
  • Welche Freizeitangebote fehlen aus der Perspektive der Jugendlichen?
  • Wie kann der Bezirksteil begrünt werden?

 

Der erste Schritt war eine Bestandsaufnahme. Dabei gingen die Schülerinnen und Schüler mit offenen Augen und Ohren durch Innerwähring und führten eine Raumanalyse mit allen Sinnen durch.  Eine Bedarfsanalyse war der zweite Schritt: was benötigen Jugendliche im öffentlichen Raum? Dazu fanden Brainstormings und Diskussionen in den Klassen statt. Wichtig sind den Jugendlichen Angebote im Bereich Sport und Bewegung, zeitgemäßes Design und Stadtmobiliar, Rückzug und Ruhe, Raumwahrnehmung und besonders das Zwischenmenschliche, die Kommunikation im öffentlichen Raum.

 

Nach Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse entstanden erste Ideen für Projekte, die die Jugendlichen als Konzepte ausarbeiteten. Abschließend bereiteten sich die Schülerinnen und Schüler für die Präsentation ihrer Projekte vor.
Am 23. Mai 2017 war es dann soweit: Zwölf Projekte wurden am Nachmittag vor Bezirksvorsteherin Silvia Nossek, Direktor Peter Brugger und interessierten LehrerInnen vorgestellt:

 

  1. Joggingtrack durch Innerwähring
  2. Urban Sports - ein Fitnessparcours entlang der Währinger Straße
  3. Allaround-Box im öffentlichen Raum mit Wasserspender, WIFI, Kopfhörern...
  4. futurebench, die gemütliche futuristisch designte Bank mit Zusatzfunktionen (Getränkeautomat, WIFI usw.)
  5. Auszeit: zum Liegen vorbehaltende Fläche entlang der Kutschkergasse
  6. The Sound of Währing: typische Geräusche in Innerwähring werden aufgenommen, daraus wird ein Musikstück gemixt
  7. Connectivity: Freecards und Sticker mit Fragen "Wie fühlst du dich hier?", "Wo sitzt du gerne?" werden in Innerwähring verteilt und am Kutschkermarkt (zB beim Agendabüro) auf eine Außenwand geklebt
  8. Sorgen- bzw. Fragenwand, an der Sorgen und Fragen deponiert werden können
  9. Filmfestival 'Coins for Film' in Innerwähring in den Lokalen. Filme können entlehnt und gezeigt werden - jeden Freitag im Monat
  10. Kaffee & Kuchen in Innerwähring: Entwurf eines Logos, das auf Banderolen für Heißgetränkbecher und auf Servietten bedruckt werden kann. Das Logo ist kombiniert mit auffordernden Fragen zu Innerwähring "Trink mich an deinem Lieblingsplatz in Innerwähring!"
  11. Ampel Tic Tac Toe: Aufforderung zu Spielen während der Rotphase von Fußgängerampeln
  12. Hobbies in Währing: Interviews mit Menschen aus Innerwähring (zu ihren Hobbies, die sie in Innerwähring ausüben), werden aufgezeichnet und ein Film daraus gemacht

 

Die Präsentationsplakate können sich sehen lassen.  

Eine wichtige Vorgabe war es, Projekte zu entwickeln, die realisierbar sind und die die Schülerinnen und Schüler auch umsetzen wollen. Fünf Projektgruppen haben sich bereit erklärt, weiter im Rahmen der Agenda Währing an ihren Projekten zu arbeiten. Bei der Diskussion im Anschluss an die Präsentation sind schon Ideen entstanden, wen die SchülerInnen für eine Umsetzung kontaktieren könnten bzw. wie das Projekt weiterbearbeitet werden könnte.
Wir sind begeistert vom Ideenreichtum und dem Spaß, den die Schülerinnen und Schüler hatten und freuen uns darauf, gemeinsam mit ihnen das eine oder andere Umsetzungprojekte zu begleiten!

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